Elterninitiative Autismus Hochrhein

Unterstützen - Verstehen - Informieren - etwas Bewegen

Eltern treffen sich

Wir über uns

Unsere Elterninitiative gibt es seit 2009. In unserer Gruppe kommen Eltern von Kindern unterschiedlichen Alters zusammen. Unsere persönlichen Themen umfassen daher auch ein breites Spektrum: schulische Bildung, rechtliche Beratung, therapeutische Begleitung, passende Wohnformen, geeignete Ausbildungsmöglichkeiten.

Wir sind hartnäckig, stellen Fragen, sind beharrlich. Aber nicht verbissen. Wir denken lösungsorientiert und wollen unsere Kinder unterstützen und begleiten, hin zu selbständigen Jugendlichen und Erwachsenen, die möglichst souverän leben.

Wir Eltern wohnen in erster Linie im Landkreis Waldshut, aber unsere Aufgaben, Themen und Anliegen machen nicht an der Landkreisgrenze Halt. Deswegen freuen wir uns über jeglichen Austausch mit anderen.

Termine

Fester Bestandteil unserer Elterninitiative sind die monatlichen Treffen. Wir tauschen uns über alltägliche Themen aus,
geben untereinander Tipps, wo es Unterstützungsangebote gibt und können von den Erfahrungen der anderen lernen.
Gerne begrüßen wir bei unserem Stammtisch neue Gäste. Kommen Sie spontan vorbei, wir freuen uns auf Sie.

Wir treffen uns im Gasthof Engel
Luttinger Str. 34, 79725 Laufenburg
Tel.: +49(0)7763 7104

Das letzte Treffen im Jahr 2019 (gemütlich beim Abendessen)
findet am Freitag, den 13. Dezember um 19:30 Uhr statt

Unsere Termine für das Jahr 2020
(immer Freitags um 19:30 Uhr)
Alle Informationen zusammengefasst finden Sie in unserem Flyer

17. Januar
14. Februar
13. März
03. April
08. Mai
19. Juni
10. Juli
11. September
09. Oktober
13. November
11. Dezember

Veranstaltungen

Hin und wieder laden wir Fachleute zu Diskussionen ein oder organisieren eine größere Veranstaltung.


Unsere früheren Veranstaltungen:

Am Samstag, 19. Oktober 2019 fand unsere traditionelle Fachtagung in Bad-Säckingen-Wallbach statt.
Thema: Wie eine erfolgreiche Inklusion autistischer Menschen funktionieren kann.
Unterschiede einer autistischen Wahrnehmung und Anpassungsstrategien im Schul- und Arbeitsleben, praktische Infos für Betreuer, Lehrer, Chefs und Kollegen
Referent: Dr. Peter Schmidt
Information zur Veranstaltung finden Sie in unserem Flyer
Folien des Vortrags mit freundlicher Genehmigung von Dr. Schmidt

Dr. Peter Schmidt
Diplom-Geophysiker, IT-Experte, Projektleiter, Autor und Referent. Er startete sein Berufsleben als Wissenschaftler, wechselte vor mittlerweile mehr als 20 Jahren in die IT-Abteilung eines großen Pharma-Konzerns.
Vor zwölf Jahren, im Alter von 41 Jahren, fand er, ohne danach zu suchen, heraus, dass er Autist ist. Auf die Frage an Fachärzte, ob das denn stimme, hieß es, bei ihm sei Autismus in Form des Asperger-Syndroms geradezu klassisch ausgeprägt, völlig untypisch dagegen sei das was er damit aus seinem Leben gemacht habe.
Seit 2008 hält er zunächst in Deutschland, mittlerweile auch weltweit, Vorträge, um über das Phänomen Autismus aufzuklären.
Im Jahr 2012 debutierte er als Autor. Sein Erstlingswerk „Ein Kaktus zum Valentinstag“, das Liebe mit Autismus thematisiert, wurde zum Spiegel-Bestseller. Mittlerweile folgten weitere Bücher wie „Der Junge vom Saturn“ über seine Kindheit, Jugend und Schulzeit, „Kein Anschluss unter diesem Kollegen“ über den Alltag seines Berufslebens und „Der Straßensammler“ über seine Art die Welt auf Reisen zu erleben. Darüber hinaus lieferte er zahlreiche Beiträge zu Fachbüchern über Autismus.
Über den Autor gibt es zahlreiche Beiträge in verschiedenen Printmedien, Radio und Fernsehen.
Dr. Schmidt ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Am 18. Januar 2019 fand Treffen mit Juristin, Frau Ines Theda statt.
Frau Theda war lange Zeit als Anwältin für Sozialrecht tätig und jetzt berät sie in Rechtsfragen bei Caritas.
Thema: Wenn autistische Kinder volljährig werden, was ändert sich mit 18 und 21 Jahren.
Information zur Veranstaltung finden Sie in unserem Flyer

Am 14. Oktober 2017 fand die Fachtagung zu den Themen "Autismus und Erwachsensein, Autismus und Sexualität" in den Caritas-Werkstätten in Bad-Säckingen-Wallbachstatt.
Information zur Veranstaltung finden Sie in unserem Flyer

Am 10. Oktober 2015 luden wir Fachleute und alle Interessierten zum Thema "Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Autismus" mit dem Fachreferenten Markus Kiwitt ein. Der Diplom-Sozialpädagoge ist Mitbegründer einer Akademie zur Begleitung und Beratung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Autismus und freiberuflicher Referent.
Welche Formen herausforderndem Verhaltens gibt es? Was sind die Auslöser von Fremd- und Selbstaggression? Welche Möglichkeiten des präventiven Handelns haben Eltern und Betreuer? Wie sehen effektive Deeskalationsstrategien aus? Antworten auf diese Fragen gab Markus Kiwitt in mehreren Vortragseinheiten, er stellte anhand eines "5-Phasen-Modells" seine Strategien vor. Matthias Huber, der selbst das Asperger-Syndrom hat, stand ihm als Co-Referent zur Seite und ergänzte die Ausführungen aus seiner Perspektive.
Die Tagesveranstaltung in den Caritas-Werkstätten in Bad-Säckingen-Wallbach fand großen Anklang, wir konnten rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.
Aus rechtlichen Gründen können wir an dieser Stelle nicht auf das Skript zu dieser Veranstaltung verweisen. Wir geben deshalb folgenden Buchtipp: Anne Häußler/Antje Tuckermann/Markus Kiwitt
Praxis TEACCH: "Wenn Verhalten zur Herausforderung wird"
Borgmann Media

Autismus

Das ICD-10, das weltweit anerkannte Diagnoseklassifikationssystem der Medizin, definiert die Autismus-Spektrums-Störung als eine "tiefgreifende Entwicklungsstörung". Beeinträchtigt sind das Sozialverhalten und die Kommunikation mit anderen. Kennzeichen sind stereotype und ritualisierte Verhaltensweisen und die Verarbeitung von Sinneseindrücken.

Diese Kriterien treffen in unterschiedlichster Ausprägung auch auf unsere Kinder zu. Jedoch: So individuell und besonders unsere Kinder sind so persönlich und außergewöhnlich sind die Erfahrungen, die wir als Eltern mit ihnen tagtäglich machen.

Das beschreiben die folgenden ganz individuellen und persönlichen Einsichten, die wir in unserer Elterinitiative zusammen getragen haben:

  • - Jeden Tag Toleranz und Verständnis lernen.
  • - Anders sein als etwas Normales begreifen.
  • - Das Kind lieben, so wie es ist.
  • - Verständnis bei anderen suchen.
  • - Mit Problemen offen umgehen.
  • - Sich trauen, Hilfe anzunehmen.
  • - "Peinliche" Situationen mit Humor und Gelassenheit nehmen.
  • - Die Offenheit unserer Kinder schätzen lernen.
  • - Lernen, zuzuhören.
  • - Den Mut haben, ehrlich zu zeigen, wo unsere Grenzen sind.

Geduldig sein, wenn jeden Tag die immer gleichen Fragen kommen:

  • "Mama, was hast Du heute gemacht?"
  • "Mama, was machst Du heute noch?"
  • "Papa, was machst Du morgen?"
  • "Papa, wann habe ich wieder einen Termin beim Arzt?"

Matthias Huber, Psychologe, bietet an der kinder- und ­jugendpsychiatrischen Poliklinik Bern eine Autismus-Sprechstunde für Kinder und Jugendliche an.

Er hat in einem im April 2014 in Riehen gehaltenen Vortrag die Besonderheiten der Kommunikation bei Autisten dargestellt. Huber, selbst Asperger-Autist, beschreibt anschaulich das komplexe Thema "Kommunikation" in Alltagssituationen.

Vortrag Matthias Huber "Autismus für alle" (PDF)

In einem Artikel für den schweizer "Beobachter" gibt Matthias Huber informativ und anschaulich Einblicke in seinen Alltag – seinen Weg ins Büro, seinen Arbeitsplatz und seine Freizeit.

zum Artikel

Rechtsratgeber

Eltern mit einem autistischen Kind stehen nicht nur vor großen emotionalen und organisatorischen Herausforderungen. Oftmals brauchen sie fachliche Beratung und Begleitung, um ihre rechtlichen Ansprüche zu kennen und sie durchsetzen zu können.

Der Bundesverband autismus deutschland e.V., der als Elternselbsthilfeverband die Interessen von Menschen mit Autismus und deren Angehörigen vertritt, fasst in einem ausführlichen Ratgeber die Rechte in verschiedenen Lebensbereichen zusammen.

Rechtsratgeber

Der Bundesverband gibt zudem Hinweise auf Kanzleien, die Familien beraten.
Liste/PDF: http://www.autismus.de/recht-und-gesellschaft/rechtsanwaltsempfehlungsliste.html

Kurz und knapp, aber dennoch thematisch sehr ausführlich führt Lars Mittelmann, Fachanwalt für Sozialrecht aus Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen), durch den Paragraphen-Dschungel der Sozial- und Behindertenrechte. Mittelmann hielt den Vortrag am 11. November 2015 im Zentrum für Autismus-Therapie in Ennepetal (NRW).
PDF: Vortrag Autismus

Beauftragte der Region

Schülerinnen und Schüler mit autistischen Verhaltensweisen haben das Recht, an einer allgemeinbildenden Schule zu lernen. Dafür müssen sie die nötige Unterstützung erhalten. Das wird in Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention beschrieben.

So die Theorie. In der Praxis muss jedoch jeder einzelne Schüler mit Autismus gesehen und die für ihn passende Schule und Schulform gewählt werden. Dazu bedarf es einer genauen Planung und Überlegung vieler Beteiligter: der Schüler selbst, seine Eltern, Lehrkräfte, Schulverwaltung. Hilfestellung in diesem Findungsprozess geben die jeweiligen Autismusbeauftragten der Region. Voraussetzung für eine Beratung ist eine fachärztliche Diagnose.

Auf die Ansprechpartner im jeweiligen Bezirk verweist der Landesbildungsserver Baden-Württemberg:
http://www.schule-bw.de/#/autismusbeauftragte

Um Schülerinnen und Schülern mit Autismus den Besuch einer allgemeinbildenden Schule zu ermöglichen bedarf es einer individuellen Begleitung. Das Staatliche Schulamt Lörrach, der Fachbereich Jugend & Familie des Landkreises Lörrach und das Jugendamt des Landkreises Waldshut haben eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen, um die Grundlagen für ein erfolgreiches Lernen zu schaffen.

Vereinbarung

Die Schulbegleitung ist für Schülerinnen und Schüler mit Autismus unentbehrlich, um im sozialen und pädagogischen Kontext von Schule den eigenen Weg zu finden.

Dr. Dagmar Hoehne, Kinder- und Jugendpsychiaterin und Psychotherapeutin, beleuchtet in einem Vortrag die Voraussetzungen, Ziele und Aufgaben gelingender Schulbegleitung.

Vortrag Schulbegleitung

Die Schulbegleitung im Spannungsfeld zwischen rechtlicher Grundlage und praktischer Umsetzung steht im Mittelpunkt des Vortrages von Rechtsanwältin Ines Theda, den sie auf Einladung der Autismusgruppe Landkreis Lörrach und der Elterninitiative Autismus Hochrhein im Dezember 2013 gehalten hat. Sie gibt zudem einen Überblick über die Teilhabeplanung und das persönliche Budget.
Rechtsansprüche (PDF Download)

Presse

Aufgeführt werden Artikel über unsere Elterninitiative und deren Aktionen, aber auch Beiträge, die eine interessante Perspektive zum Thema Autismus aufzeigen.

"Unsere Kinder sind ein Abenteuer" (Artikel Südkurier , 10. Oktober 2017)

Eltern organisieren Fachtagung zu Autismus (Artikel Südkurier , 24. August 2015)

Je früher die Förderung einsetzt, desto besser (Artikel Badische Zeitung, 23. April 2013)

Die Arbeitsagentur Lörrach ist Modellagentur für Autismus. Das Team um Michael Rimkus bietet eine intensive berufliche Orientierung. Ein erster Erfahrungsbericht:

Was die Arbeitsagentur Lörrach für Autisten tut (Artikel Badische Zeitung, 27. Dezember 2014)

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen, dann schreiben Sie uns unter folgender E-mail Adresse:
info (at) autismus-hochrhein.de

Impressum

Elterninitiative Autismus Hochrhein


Inhaltliche und technische Verantwortung (gemäß § 10 Absatz 3 MDStV):
Monika Grimmecke
Elena Korocencev

Urheberrechte

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